Anwendung

Vorbereitungen

UV-Schutz

Vor der Behandlung ist für einen ausreichenden UV-Schutz für den Patienten wie auch Hilfspersonen zu sorgen. Die Augen sind besonders UV-empflindlich. Deshalb ist während der Anwendung immer eine UV-Schutzbrille zu tragen. Darüber hinaus sollten auch alle Hautflächen außerhalb des Behandlungsgebietes entweder mit Kleidung abgedeckt oder mit einer Sonnecreme mit hohem UV-Schutzfaktor geschützt werden.

Schuppen entfernen

Dicke Schuppen und Verkrustungen verhindern das Eindringen der UV-Strahlung in die Haut. Damit die Therapie schnell wirken kann, sollten die Schuppen vor Beginn der Behandlung entfernt werden. Der Schuppenlöser sollte die Haut nicht unnötig reizen und sich leicht auswaschen lassen.

Dosierung

Die UV-Dosis pro Behandlung ergibt sich aus zwei Faktoren: Wie lange bestrahlt wird und mit welcher Stärke die Strahlung auf die Haut auftritt.

In der Praxis wird meistens nur die Bestrahlungsdauer verändert. Sie wird je nach Bedarf verlängert oder verkürzt. Die Stärke der Strahlung sollte immer gleich bleiben.

Die Bestrahlungsstärke hängt vom UV-Strahler wie auch vom Abstand des Strahlers zur Haut ab. Für eine gleichbleibende Stärke muss daher der Abstand zwischen UV-Gerät und Haut gleich bleiben. Ein UV-Kamm liegt deshalb immer mit den Kammzinken direkt auf der Haut auf.

Wie lange eine Behandlung dauert, hängt von der persönlichen UV-Empfindlichkeit ab. Zu Beginn startet man – je nach Hauttyp – mit einer kurzen Bestrahlungszeit. Diese wird von Behandlung zu Behandlung langsam erhöht, bis die sogenannte Erythemschwelle erreicht ist. Die Erythemschwelle zeigt sich wie ein leichter Sonnenbrand: Die Haut wird etwas rot, aber die Rötung klingt schnell wieder ab. In der Gebrauchsanweisung gibt es für jeden Hauttyp Tabellen mit passenden Startzeiten und Steigerungen.

Auch im weiteren Verlauf der Behandlung orientiert sich die Behandlungsdauer an der Erythemschwelle. Die Haut reagiert mit einer zunehmenden Pigmentierung (Bräunung) und der Bildung einer Lichtschwiele. Diese Veränderungen führen zu einer Erhöhung der Erythemschwelle. Dadurch verträgt die Haut mehr UV-Strahlung. Die Bestrahlungszeit – und damit die UV-Dosis – kann im Laufe der Behandlung weiter erhöht werden.

Dauer und Häufgkeit der Behandlungen

Eine einzelne Behandlung dauert je nach Empfindlichkeit der Haut gegenüber UV-Licht zwischen 2 und 15 Minuten. Wenn größere oder mehrere Hautbereiche behandelt werden sollen, geschieht das nacheinander oder in einzelnen Abschnitten. Dadurch verlängert sich die gesamte Behandlungszeit.

Bei Psoriasis und Neurodermitis sind meistens 20 bis 30 Behandlungen nötig, bis die Beschwerden verschwinden. Pro Woche sollten 3 bis 5 Behandlungen stattfinden. Die Behandlung von Vitiligo dauert in der Regel länger und kann mehrere Wochen in Anspruch nehmen.

Die UV-Phototherapie sollte nur bei Bedarf und nicht dauerhaft angewendet werden.