Therapie

Psoriasis

Psoriasis ist eine chronische Autoimmunerkrankung, die durch Entzündungsprozesse und eine beschleunigte Hauterneuerung gekennzeichnet ist. Typische Symptome sind gerötete, schuppende und juckende Hautstellen, die häufig an Kopfhaut, Ellenbogen, Knien und Gesäß auftreten. Da die Erkrankung nicht heilbar ist und meist schubweise verläuft, steht die Linderung der Symptome im Mittelpunkt der Behandlung.

Eine bewährte Therapieoption ist die UV-Phototherapie, insbesondere mit UV-B-Schmalbandlicht. Diese hemmt Entzündungsreaktionen und verlangsamt die Neubildung von Hautzellen, wodurch sich das Hautbild und die Lebensqualität der Betroffenen verbessern können. Nach einer Behandlungsreihe von meist 20 bis 30 Sitzungen erreichen viele Patienten eine deutliche Reduktion der Symptome.

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Neurodermitis (atopische Dermatitis)

Neurodermitis ist eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung, die durch starken Juckreiz, eine gestörte Hautbarriere und immunologische Fehlregulation gekennzeichnet ist. Die Erkrankung tritt schubweise auf und manifestiert sich altersabhängig an unterschiedlichen Körperstellen. Genetische Faktoren sowie äußere Auslöser wie Allergene und Stress tragen zur Entstehung und Verschlechterung der Symptome bei.

Die UV-Phototherapie mit dem UV-B-311-nm-Schmalbandspektrum stellt eine etablierte Behandlungsoption dar, da ultraviolette Strahlung entzündungshemmend wirkt, das überaktive Immunsystem moduliert und die Hautbarriere stärkt. Die Behandlung erfolgt üblicherweise drei- bis fünfmal pro Woche über 25–30 Sitzungen mit individuell angepasster Dosierung. In chronischen Krankheitsphasen stellt die UV-B Behandlung eine wirksame und gut verträgliche Therapieoption zur Symptomlinderung und Verbesserung des Hautbildes bei Neurodermitis dar.

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Vitiligo

Vitiligo ist eine chronische Pigmentstörung der Haut, die durch den Verlust oder die Funktionsstörung von Melanozyten gekennzeichnet ist. Die depigmentierten Hautarealen stellen in der Regel keine direkte gesundheitliche Gefährdung dar, können aber aufgrund der sichtbaren Hautveränderungen erhebliche psychische Belastungen verursachen. Eine etablierte Therapieoption ist die UV-B-311-nm-Schmalband-Phototherapie. Diese wirkt immunmodulierend, indem sie den Abbau von Melanozyten hemmt und gleichzeitig die Bildung pigmentbildender Zellen fördert. Dadurch kann eine Repigmentierung der betroffenen Hautareale erreicht und das Fortschreiten der Erkrankung verlangsamt werden.

Die Behandlung erfolgt üblicherweise dreimal wöchentlich über einen längeren Zeitraum von bis zu neun Monaten. Erste Therapieerfolge zeigen sich meist erst nach mehreren Wochen. Die Wirksamkeit variiert individuell und hängt unter anderem vom Alter der Patienten, der Krankheitsdauer sowie der Lokalisation der Hautläsionen ab.

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Grundlagen der UV-B Phototherapie

Die UV-Phototherapie zählt zu den etablierten Behandlungsverfahren entzündlicher Hauterkrankungen und basiert auf der seit Jahrhunderten bekannten therapeutischen Wirkung des Sonnenlichts. Insbesondere das UV-B-Schmalbandspektrum bei 311 nm hat sich durch zahlreiche klinische Studien als wirksam und vergleichsweise nebenwirkungsarm erwiesen. Aufgrund seiner hohen Wirksamkeit, guten Verträglichkeit und breiten Verfügbarkeit wird es in nationalen und internationalen Leitlinien zur Behandlung von Erkrankungen wie Psoriasis, Neurodermitis und Vitiligo bevorzugt empfohlen.

Die UV-Phototherapie kann als Monotherapie oder in Kombination mit anderen Verfahren, beispielsweise Balneotherapie, PUVA oder systemischen Medikamenten, eingesetzt werden. Kombinationstherapien können die Wirksamkeit steigern, gehen jedoch häufig mit einem erhöhten Risiko für Nebenwirkungen und Wechselwirkungen einher und erfordern daher eine engmaschige ärztliche Überwachung. Moderne handgehaltene UV-Geräte ermöglichen zudem eine flexible Anwendung im häuslichen Umfeld und reduzieren den Behandlungsaufwand für Patienten.

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Anwendung der UV-B Phototherapie

Vor jeder Behandlung müssen die Augen durch eine geeignete UV-Schutzbrille geschützt werden. Nicht zu behandelnde Hautareale sind mit Kleidung oder Sonnenschutzmitteln abzudecken.

Die verabreichte UV-Dosis wird durch die Bestrahlungsdauer und den Abstand des Strahlers zur Haut bestimmt. Für einen gleichbleibenden Abstand wird der UV-Kamm stets mit dem Kammaufsatz auf die Haut aufgelegt. Im Verlauf der Behandlung wird die Bestrahlungszeit und somit die Dosis schrittweise angepasst. Die Behandlungsdauer orientiert sich an der individuellen UV-Empfindlichkeit und wird bis zur sogenannten Erythemschwelle gesteigert, die sich durch eine leichte, vorübergehende Hautrötung äußert. Mit zunehmender Behandlung entwickelt die Haut eine höhere UV-Toleranz, wodurch eine weitere Dosissteigerung möglich wird. Die Dauer einzelner Anwendungen beträgt in der Regel zwischen zwei und fünfzehn Minuten.

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